Schulformen

Eingangsstufe 5 und 6 - Zusammenarbeit mit den Grundschulen

Die Gesamtschule Lumdatal arbeitet im Schulverbund mit der Grundschule in Rüddingshausen, der Rabenschule in Londorf, der Schule am Eulenturm in Allendorf/Lumda und der Grundschule am Edelgarten in Treis in regelmäßigen Verbundkonferenzen auf Schulleitungsebene zusammen. Dort stehen pädagogische und organisatorische Themen im Mittelpunkt. Kooperiert wird u.a. auch in den Bereichen Frühenglisch/Englisch und Sport. Lehrkräfte der Gesamtschule werden regelmäßig an Grundschulen abgeordnet.

Die Gesamtschule stellt ihr Konzept im Herbst den Eltern der vierten Klassen in den Grundschulen vor, Anfang Oktober findet an der Gesamtschule Lumdatal ein „Tag der offenen Tür“ statt, an dem sich Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern einen Einblick in die pädagogische Arbeit der Gesamtschule Lumdatal verschaffen können. Es besteht für die vierten Klassen der einzelnen Grundschulen die Möglichkeit, die Gesamtschule Lumdatal an einem Schnuppertag zu erkunden, bevor die Entscheidung über den Besuch einer weiterführenden Schule getroffen wird. Der musikalische Schwerpunkt der Gesamtschule wird im Rahmen eines Schnupperworkshops in den vierten Klassen der Grundschulen vorgestellt.

Um einen reibungslosen Übergang von der Grundschule in die weiterführende Schule zu gewährleisten, tauschen sich im Vorfeld der Klassenbildung im neuen Jahrgang 5 die Klassenlehrer/innen der abgebenden Grundschule und die neuen Klassenlehrer/innen aus. Die Klassenlehrer/innen der Grundschule werden ebenfalls bei der Ersteinstufung der Schülerinnen und Schüler in den Fächern Englisch und Mathematik in der Förderstufe gehört. Thema ist dabei ebenfalls, wie sich alle Schülerinnen und Schüler – auch diejenigen, die den Gymnasialzweig besuchen – hinsichtlich der Lernerfolgs und des Arbeits- und Sozialverhaltens nach dem Übergang von der Grundschule in die Gesamtschule entwickelt haben.

Die Gesamtschule Lumdatal setzt die Arbeit der Grundschule auch in anderer Hinsicht fort, z. B. mit dem Methodentraining oder der informationstechnischen Grundbildung, (Umgang mit dem PC).

So ist im Verlauf von vierzig Jahren auf der Basis gegenseitiger Wertschätzung zwischen abgebenden Grundschulen und aufnehmender Gesamtschule im Schulverbund eine erfolgreiche und produktive Zusammenarbeit gewachsen, die es weiter auszubauen gilt – zum Wohle aller Beteiligten.

Auf Beschluss aller schulischen Gremien kehrte die Gesamtschule Lumdatal mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 wieder zu G9 zurück. Die Stufe 5/6 bietet als “Flexible Eingangsstufe” (-Rechtsform ist die Förderstufe-) individuelle Förder-, Forder-, und Arbeitsschwerpunkte.

Im Deutschunterricht wird durch das Differenzierungsmodell (4 + 2) nicht nur Wert auf die Verbesserung der Lesefertigkeit gelegt, sondern auch auf literarische Kompetenz und Kreativität, z. B. durch die Schaffung von Schreibanlässen. Die Fächer Englisch und Mathematik werden ab dem 2. Halbjahr des 5. Schuljahres auf drei Niveaus differenziert (A, B, C). Schwerpunkte in Musik (Musikklasse), Naturwissenschaften, Arbeitslehre und Sprachen können von den Schülerinnen und Schülern individuell gewählt werden.

Durch den angestrebten Verbund mit der Clemens-Brentano-Europaschule Lollar werden ab dem Schuljahr 2015/2016 in den Jahrgangsstufen 5/6 auch gymnasiale Eingangsklassen eingerichtet und das Differenzierungsmodell in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch wird umgestaltet.

Haus des Lernens/

Organigramm Eingangsstufe 5/6

Der Hauptschulzweig

Der Besuch des Hauptschulzweiges in den Jahrgangsstufen 7, 8 und 9 fährt zum Erwerb des Hauptschulabschlusses bzw. des qualifizierenden Hauptschulabschlusses. Der qualifizierende Hauptschulabschluss eröffnet außer der dualen beruflichen Ausbildung (betriebliche Ausbildung kombiniert mit Berufsschule) den Übergang in die Berufsfachschule, deren Abschluss dem Realschulabschluss (Mittlerer Abschluss) gleichgestellt ist. Der Erwerb des erweiterten Hauptschulabschlusses (zehntes Hauptschuljahr) nach Erreichen des Hauptschulabschlusses bzw. des Realschulabschlusses nach Erreichen des qualifizierenden Hauptschulabschlusses ist an der Gesamtschule Lumdatal nicht möglich. Eine Überleitung an die Clemens-Brentano-Europa-Schule (CBES) in Lollar zum Besuch des 10. Hauptschuljahres ist möglich.

In den Hauptschulklassen wird in Anlehnung an die Lehrpläne des Hessischen Kultusministeriums nach einem schulinternen Curriculum unterrichtet, das neben den Inhalten der allgemeinen Bildung besonders auf die Anforderungen von praktischer Ausbildung und Berufsschule ausgerichtet ist. In der Jahrgangsstufe 9 wird der Unterricht in Arbeitslehre (Al) und Wahlpflichtbereich (WPU) zu einem Projekt- bzw. Praxistag zusammengefasst. Dadurch erhalten die Schülerinnen und Schüler eine größere Flexibilität hinsichtlich des Aufsuchens außerschulischer Lernorte (Betriebsbesichtigungen etc.).

Bereits seit dem Schuljahr 2003/2004 wird der Praxistag mit Erfolg durchgeführt. Eine Zunahme der Vermittlung von Ausbildungsplätzen hat unsere Bemühungen belohnt. Eine besondere Rolle spielen in diesem Zusammenhang das Fach Arbeitslehre und das Betriebspraktikum. Seit dem Schuljahr 2003/2004 gibt es, wie vom HKM vorgesehen, an der Gesamtschule Lumdatal eine Hauptschulabschlussprüfung, d. h. am Ende des neunten Hauptschulschuljahres müssen die Schüler eine Prüfung in den Fächern Deutsch und Mathematik (und Englisch für den qualifizierenden Hauptschulabschluss) ablegen und darüber hinaus in Gruppenarbeit ein Projekt erarbeiten. Um eine erfolgreiche Durchführung der vorgesehenen Projektprüfung zu gewährleisten, beginnt frühzeitig die Arbeit in Projekten. Durch diese Abschlussprüfung soll der Hauptschulabschluss qualitativ aufgewertet werden.

Im Schuljahr 2009/2010 werden erstmals im Jahrgang 7 die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule und Realschule in Kombiklasse gemeinsam unterrichtet.

Hauptschulabschluss
Den Hauptschulabschluss erlangen die Schülerinnen und Schüler nach Durchlaufen der Klasse 9 der Hauptschule, wenn die erforderlichen Abschlussqualifikationen aus den Halbjahresnoten, der Projektprüfung und der schriftlichen Prüfung erreicht werden.

Die Gleichstellung mit dem Hauptschulabschluss erreicht ein Realschüler mit der Versetzung in die Klasse 10. Den Hauptschulabschluss erlangt ein Gymnasiast in G8 nach dem erfolgreichen Durchlaufen der Klasse 9.

Der Realschulzweig

Der Besuch des Realschulzweiges in den Jahrgangsstufen 7 - 10 führt zum Erwerb des Realschulabschlusses (Mittlerer Abschluss). Dieser eröffnet den Zugang zu den studienqualifizierenden Bildungsgängen Fachoberschule, berufliches Gymnasium und gymnasiale Oberstufe, wenn die entsprechenden Zulassungskriterien erfüllt sind. Obwohl sich die derzeitigen Lehrpläne zwischen Realschul- und Gymnasialinhalten stark unterscheiden, gelingt es unseren Schülerinnen und Schülern erfolgreich in den jeweiligen Oberstufen mitzuarbeiten.

Zu Beginn der Jahrgangsstufe 7 müssen sich die Schülerinnen und Schüler in den Wahlpflichtunterricht einwählen. Hier besteht die Möglichkeit, sich für Französisch als 2. Fremdsprache zu entscheiden. Die Wahl für Französisch ist für zwei Jahre verbindlich. In den Jahrgangsstufen 9 und 10 ist der Wahlpflichtunterricht schulzweigübergreifend (Realschul- mit Gymnasialzweig) organisiert, um durch eine höhere Schülerzahl die Angebotsvielfalt zu erhöhen. Im Realschulzweig müssen die Schülerinnen und Schüler zwei Betriebspraktika absolvieren. Ab dem Schuljahr 2003/2004 wird eine schriftliche Abschlussprüfung in Deutsch, Mathematik und Englisch durchgeführt. In einem 4. Fach kann zwischen einer mündliche Prüfung und und der Päsentation einer Hausarbeit gewählt werden.

Im Schuljahr 2009/2010 werden die Schülerinnen und Schüler des 7. Jahrgangs der Realschule und der Hauptschule in Kombiklassen gemeinsam unterrichtet.

Realschulabschluss
Den Realschulabschluss erlangen die Schülerinnen und Schüler nach Durchlaufen der Klasse 10 der Realschule, wenn die erforderlichen Abschlussqualifikationen aus den Halbjahresnoten, der mündlichen und der schriftlichen Prüfung erreicht werden. Den Realschulabschluss erlangt ein Gymnasiast in G9 nach dem erfolgreichen Durchlaufen der Klasse 10.

Der Gymnasialzweig

Zu Beginn des Schuljahres 2008/2009 kehrte die GSL nach einstimmigen Voten aller schulischen Gremien zu G9 zurück.

Nach dem Durchlaufen der Jahrgangsstufe 5/6 erfolgt bei entsprechender Eignung und in enger Kooperation mit den Erziehungsberechten der Wechsel in den gymnasialen Bildungsgang, den die Schülerinnen und Schüler bis zur Klasse 10 durchlaufen, um dann in eine gymnasiale Oberstufe überzuwechseln.

Durch den angestrebten Verbund mit der CBES Lollar werden ab dem Schuljahr 2015/2016 auch gymnasiale Eingangsklassen in den Jahrgängen 5 und 6 eingerichtet.

Zu Beginn der Jahrgangsstufe 7 müssen die Schülerinnen und Schüler eine zweite Fremdsprache wählen. Zur Wahl stehen dabei die Sprachen Französisch oder Latein. Dabei ist es möglich, Vorkenntnisse aus der Stufe 5/6 ( - dort als Wahlpflichtangebot angeboten - ) einzubringen.

Mit Eintritt in die Jahrgangsstufe 9 wird den Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts eine 3. Fremdsprache angeboten, wenn dafür eine hinreichend große Nachfrage besteht. In den letzten Jahren wurde dabei Spanisch favorisiert.. Außerdem werden Kurse in Naturwissenschaft, EDV, Geistes- oder Sozialwissenschaft, Kunst und Musik und Sprachen angeboten. Im Gymnasialzweig absolvieren die Schülerinnen und Schüler ein Betriebspraktikum.

Abschlüsse und Übergänge
Schülerinnen und Schüler werden in die Oberstufe versetzt, wenn die gymnasialen Versetzungskriterien erfüllt sind. Eine Versetzung in die Oberstufe nach der Klasse 10 wird dem Realschulabschluss gleichgestellt. Ein erfolgreiches Durchlaufen der Jahrgangsstufe 9 im gymnasialen Bildungsgang G9 wird dem Realschulabschluss gleichgestellt.